Distanz zu EU-Finanzhilfe und zum geplanten Europäischen Währungsfonds
Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou werbe bei Europas führenden Politikern um Unterstützung. Dabei gehe es ihm nicht um Geld, sondern um politische Hilfe, versichere er. Sollte sich die finanzielle Krise seines Landes verschärfen, könnten die Europäer aber einspringen. Das sei jedoch gar nicht notwendig, versichere nun der Notenbankchef Georgios Provopoulos. Sein Land werde sich auch ohne Hilfen aus dem Ausland wieder erholen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 08.03.2010:
Die Regierung habe mit den nun vorgelegten Sparplänen bewiesen, dass sie zu „mutigen Schritten“ bereit sei, so Provopoulos zur Financial Times Deutschland. Zudem habe die aktuelle Ausgabe der zehnjährigen Staatsanleihe „bewiesen, dass die Regierung in der Lage war, an den Märkten die gewünschte Summe einzusammeln“. Zwar habe sie diesmal noch einen „ziemlich hohen“ Preis zahlen müssen – was dauerhaft als nicht tragbar gelte. Er habe sich aber überzeugt gezeigt, dass die Kosten sinken würden.
Obwohl Griechenlands Notenbankchef sich gegen die Idee eines Europäischen Währungsfonds sträube, unterstützten europäische Politiker diesen Vorstoß. Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn sei die Kommission bereit, solch ein „europäisches Instrument“ vorzuschlagen, das die Unterstützung der Mitglieder der Euro-Zone erhalte. Durch einen Fonds gewährte Hilfen sollten aber „mit strengen Bedingungen verbunden“ sein.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 08.03.2010
Originalartikel unter: Wirtschaftskrise / Griechischer Notenbankchef schlägt EU-Hilfe aus
Weitere Informationen zum Thema:
FTD.de, 08.03.2010
Wenige Tage nach dem Sparbeschluss / Investoren wetten wieder gegen Griechenland


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