Aktuelle Diskussion um Reduzierung der BaFin-Aufgaben auf Wertpapieraufsicht
BaFin-Chef Jochen Sanio drohe ein demütigendes Karriere-Ende – mit seinen lebhaften und volksnahen Beschreibungen der Finanzwelt habe er sich zuletzt immer mehr Feinde gemacht und werde derzeit nach allen Regeln der politischen Kunst “abgesägt”, führte SPIEGEL ONLINE am 07.10.2009 aus:
Bundesbank-Chef Axel Weber habe die Diskussion um die Zukunft der deutschen Bankenaufsicht in den vergangenen Tagen kräftig befeuert. Noch vor der Bundestagswahl 2009 habe er in der Frage demonstrativ den Zurückhaltenden gegeben. Nun solle die Bankenaufsicht, die sich BaFin und Bundesbank bislang geteilt hätten, ganz in Webers Haus integriert werden. Sogar die Kontrolle der Versicherungen – die bislang allein der “BaFin” unterstellt gewesen sei – wolle Weber zur Bundesbank holen.
FDP und Union hätten schon vor der Wahl für eine Konzentration der Bankenaufsicht plädiert. Allein die Wertpapieraufsicht solle der aktuellen Diskussion zufolge bei der “BaFin” verbleiben, eventuell verbunden mit größeren Verbraucherschutz-Kompetenzen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 07.10.2009
Originalartikel unter: Kampf um Finanzaufsicht / Bundesbank-Chef Weber zwingt Rivalen Sanio ins Abseits
Weitere Informationen zum Thema:
Magazin.am-Finanzplatz.de, 30.09.2009
Bankenaufsicht soll unter dem Dach der Bundesbank konzentriert werden / Versäumnis-Vorwürfe gegen BaFin wegen IKB und HRE

