13. Mai 2010

Expertentipps – Beruhigung für die Frösche

Filed under: Aktuelles,Schutz & Vorsorge — Schlagwörter: , , , , , — lk @ 18:14

Ein Kommentar von unserem Gastautor Lutz Krause

[Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Gold Silber Kontor GmbH, 10.05.2010] Seit einiger Zeit springen zunehmend Journalisten auf den längst fahrenden Goldzug auf:
So titelte ein renommiertes Wirtschaftsjournal Ende März 2010 mit „Gold – das bessere Geld“ und erklärte plausibel, warum dies so sei. Der umfangreiche und gut recherchierte Artikel verzichtet allerdings auch nicht darauf, die klassischen Schubladen aufzuziehen, in denen die abgestempelten „Verschwörungstheoretiker“ und „Pessimisten“ auftauchen, also jene Zeitgenossen, die nicht durch die rosarote Brille und aus der Froschperspektive unseren quirligen, vermeintlich modernen Alltag beäugen.
Liebe Leser, was ist ein „Verschwörungstheoretiker“? Jenseits von falsch verstandener politischer Korrektheit und ideologischer Be- und Verurteilung hat dieser reißerisch klingende Begriff keinerlei Sinn! Sogenannte Verschwörungen heißen „Verschwörungen“, weil sie samt ihrer Initiatoren im Geheimen bleiben sollen, unerkannt von der ahnungslosen Menge. Nur wenige Uneingeweihte eben aus jener ahnungslosen Menge entwickeln mittels ihrer geschärften Aufmerksamkeit Theorien, also – noch – nicht bewiesene Mutmaßungen, zu nicht plausiblen Geschehnissen! Wieso werden also die wenigen in ihrer natürlichen Wahrnehmung noch nicht Gestörten mit solcherlei Kunstbegriffen gebrandmarkt und belächelt? Wäre es für Journalisten jenseits politischer Hofberichterstattungsmentalität nicht vielmehr eine Herausforderung, die Plausibilität und Motivation der so Gescholtenen zu überprüfen?
Ach so, und Menschen, die in einem ausufernden Schuldgeldsystem zur persönlichen Absicherung Gold oder andere Edelmetalle kaufen, sind keine Pessimisten, sondern eher Realisten, oft sogar Optimisten! Denn eingefleischte Pessimisten kaufen nicht Gold, sondern Konservendosen!
Spannung verspricht dann das dem Goldartikel folgende Interview mit dem Chefstrategen der Société Générale, wo schon die Überschrift provoziert: „Alle Regierungen pleite“. Nun, das ist nicht wirklich neu, denn wer die öffentlich zugänglichen Staatsbilanzen zu lesen versteht, weiß dies bereits seit etlichen Jahren. Ein Beispiel gefällig? Ende 2008 trug jeder Einwohner der „Supermacht“ USA, also vom Säugling bis zum Greis, sage und schreibe 186.000 Dollar als Gesamtschuldenlast mit sich herum! Begrenzt man diese horrende Summe auf die erwerbstätigen Steuerzahler – etwa 138 Millionen zu der Zeit – verdoppelt sich diese Schuld mal eben… – und selbst volkswirtschaftlichen Laien wird schnell klar, dass diese Schuld auf „legalem“ Wege, d. h. durch Tilgung à la Häuslebauer, nicht zu begleichen ist! Und jetzt dürfen Sie, lieber Leser grübeln, wie wohl solche Megaverschuldung abgetragen werden könnte!?
Zurück zum Interview mit Albert Edwards, dem besagten Chefstrategen einer französischen Großbank. Mr. Edwards rechnet in zehn Jahren mit zweistelligen Inflationsraten. Und als Reaktion auf diese Aussichten rät er Anlegern in den nächsten zwei Jahren noch zu Staatsanleihen und zudem in naher Zukunft wieder zu Aktienkäufen!?
Holen Sie tief Luft und wir fassen zusammen: Obwohl alle Regierungen heute schon pleite sind, soll es zehn Jahre dauern, bis wir eine mindestens zehnprozentige Inflationsrate verdauen dürfen? Und obwohl neben Griechenland auch die anderen Mittelmeeranrainer sowie Irland und selbst Deutschland deutlich gegen die Maastricht-Kriterien (Verschuldungsobergrenze) verstoßen, sind Staatsanleihen jetzt „noch eine gute Anlage“!?
Sie verstehen das nicht? Nun, dann verstehe ich Sie! Bereits im Jahr 2009 lag die Inflationsrate, definiert als das Verhältnis im Zuwachs zwischen dem gemeinsamen Bruttosozialprodukt der EU-Länder und der Geldmengenausweitung bei 7,4 %! Die Luft zur zweistelligen Teuerungsrate ist also heute schon sehr dünn und wird sich angesichts exponentieller Neuverschuldung – u. a. zur „Rettung“ maroder Banken und Staaten – galoppierend in Richtung der Zweistelligkeit bewegen. Wie kann man da noch auf die Idee kommen, sich als Sponsor für diese Schuldenorgie zu betätigen? Sie lieber Leser, halten sich diesbezüglich vielleicht zurück, aber zahlen Sie in eine Kapital bildende Lebens- oder Rentenversicherung als Baustein Ihrer Altersvorsorge ein? Dann dürfte es Sie interessieren, dass deutsche Lebensversicherer durchschnittlich rund 30 % (!) in Bank- und weitere knapp 30 % in Staatsanleihen investieren! Diese Quote ermittelte ebenfalls das hier zitierte Wirtschaftsmagazin. Noch Fragen?
Hier ist eine mit existenziellem Charakter: Was kann man denn nun tatsächlich tun, um sein Erspartes vor Entwertung zu schützen? Nun, wir sind nach einer kurzen Irrfahrt wieder am Anfang dieses Artikels, nämlich beim Gold! Hier lassen wir Mr. Alan Greenspan zu Wort kommen, der bereits 1966, also über 20 Jahre vor seinem Amtsantritt als FED-Vorsitzender, folgendes äußerte: „Staatsverschuldung ist schlicht und ergreifend ein Mechanismus für die `versteckte` Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es schützt Eigentumsrechte.“ Klare Worte aus berufenem Munde, die Herrn Greenspan während seiner langjährigen Tätigkeit als oberster „Währungshüter“ der USA und somit der vom Dollar dominierten Welt dennoch nicht davon abhielten, die virtuellen Geldmengen exzessiv auszuweiten. Wie nennt der Volksmund jemanden, der wider besseres Wissen und zum Schaden vieler handelt?
Fazit: Betrachten Sie die vermeintlichen Experten mit wohl klingenden Titeln nicht ehrfürchtig aus der Froschperspektive und lassen Sie sich in deren seichten, lauwarmen „Wissenssud“ nicht einlullen! Wenn die Brühe erst kocht, ist es zu spät zum Agieren. Vertrauen Sie Ihrer Intuition und konzentrieren Sie sich konsequent auf den Schutz Ihres Vermögens, egal für wie klein oder groß Sie es halten! Das ist viel einfacher, als man landläufig denkt – Gold und Silber in gängigen Einheiten sichern Ihre Eigentumsrechte. Unbeschadet übersteht Ihr Edelmetallschatz jede Währungsreform, denn dessen „Währung“ lautet nicht Dollar oder Euro, sondern Unze und Kilogramm! Und dieses Hartgeld ist unbestechlich, schon seit Menschengedenken. Wie viel mehr Sicherheit brauchen Sie noch? Und wie viel mehr schlechte Nachrichten?

Weitere Informationen zum Thema:

GOLD SILBER KONTOR
„Expertentipps“ – Beruhigung für die Frösche!

wiwo.de, 25.03.2010
Vermögensschutz  Gold – das bessere Geld

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2 Comments »

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dirk Pinnow erwähnt. Dirk Pinnow sagte: Expertentipps – Beruhigung für die Frösche http://iobic.de/15090 […]

    Pingback by Tweets die Expertentipps – Beruhigung für die Frösche - Magazin.Am-Finanzplatz.de - Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland erwähnt -- Topsy.com — 13. Mai 2010 @ 18:40

  2. […] 13. Mai 2010 Expertentipps – Beruhigung für die Frösche / Ein Kommentar von unserem Gastautor Lutz Kr… Kommentare […]

    Pingback by Unterhaltung im doppelten Sinne: Brot und Spiele bis zum bitteren Ende « Magazin.Am-Finanzplatz.de – Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland — 3. Juni 2010 @ 23:54

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