12. Oktober 2009

Einkommensteuer: BdSt-Präsident Däke fordert Abschaffung der Kalten Progression

Insbesondere CDU und CSU zur Umsetzung ihrer Wahlversprechen gemahnt

[Magazin.am-Finanzplatz.de, 12.10.2009] Der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert die CDU/CSU und die FDP auf, bei den laufenden Koalitionsverhandlungen ihre grundlegenden Wahlversprechen einzuhalten:
Nach wie vor sei nicht zu erkennen, ob die Parteien die Grundprobleme des Einkommensteuertarifs beseitigen werden. Nach Auffassung des BdSt sei dies aber dringend nötig, um steuerliche Entlastungen zu garantieren. Seit Jahren weise der BdSt auf das Problem der heimlichen Steuererhöhungen bzw. der Kalten Progression hin – mit jeder Lohn-, Gehalts- oder Gewinnerhöhung fresse der Staat immer mehr Steuern davon auf, deshalb gehöre sie abgeschafft, so BdSt-Präsident Dr. Karl Heinz Däke.
Dazu müsse der Tarif der Einkommensentwicklung in Deutschland regelmäßig angepasst werden. Derzeit finde ein Einkommensteuertarif aus dem Jahr 2005 Anwendung. Lediglich im Zuge des Konjunkturpakets II seien hier minimale Änderungen vorgenommen worden. Die zwischenzeitlich gestiegene Einkommensentwicklung werde aber bis heute völlig unzureichend berücksichtigt.
Gerade Vertreter der CDU und der CSU hätten vor der Bundestagswahl 2009 dieses Problem zu Recht gegeißelt und eine Korrektur versprochen. Nun sei es soweit, mahne Däke und fordere, dass die Versprechen auch in die Tat umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Thema:

BdSt, 12.10.2009
Koalitionsverhandlungen müssen Reformen beinhalten! / BdSt fordert Wahlversprechen der Parteien in Sachen Steuertarif ein

BdSt, März 2009
Die Mitte verliert / Nach Tarifkorrektur 2010 erhöhter Nachholbedarf bei Entlastung mittlerer Einkommen / Sonderinfromation 57

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