Aktien von Immobilienfirmen, Telekommunikationsunternehmen und der Energiebranche verloren bis zu zehn Prozent
Erstmals nach Bekanntwerden der Finanzprobleme des arabischen Emirats Dubai habe der Staatsfonds Dubai World sich zu der Krise geäußert – und Umstrukturierungen angekündigt, berichtete SPIEGEL ONLINE am 30.11.2009:
Das Bauunternehmen Nakheel, dessen Zahlungsschwierigkeiten die Krise maßgeblich ausgelöst hätte, sowie das international aktive Immobilienunternehmen “Limitless” würden umgebaut. Die acht anderen Firmen im Besitz des Konglomerats seien wegen ihrer “stabilen Finanzsituation” hingegen nicht betroffen.
Insgesamt sollten in mehreren Phasen 26 von insgesamt 59 Milliarden US-Dollar Schulden des Fonds restrukturiert werden. Die Zahl von 26 Milliarden Dollar sei neu; damit könne erstmals die Dimension der Problemkredite eingeschätzt werden.
In den arabischen Ländern hätten die Börsen nach der Ankündigung der Regierung des Emirats, im Notfall nicht für den hoch verschuldeten Staatsfonds “Dubai World” zu bürgen, starke Verluste gemacht. Schon bei der Gründung des Konglomerats sei entschieden worden, dass es nicht durch den Staat abgesichert werde, so Finanzminister Abd al-Rahman al-Saleh im staatlichen Fernsehen.
Die Börsen im Emirat und anderen arabischen Ländern hätten sich am 30. November 2009 teilweiss “im freien Fall” befunden. Dubais Hauptindex DFM habe mit einem Verlust von 7,3 Prozent geschlossen, in Abu Dhabi seien die Börsenwerte um 8,3 Prozent eingebrochen, die Börse in Kairo ebenfalls um fast acht Prozent. Teilweise bis zu zehn Prozent hätten in Dubai und Abu Dhabi Aktien von Immobilienfirmen, Telekommunikationsunternehmen und der Energiebranche verloren. Das Bauunternehmen “Nakheel” habe schon vor Börsenöffnung in Dubai das Aussetzen von Transaktionen mit seinen islamischen Anleihen – den sogenannten Sukuks – beantragt.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 30.11.2009
Originalartikel unter: Zahlungsprobleme / Dubai-Fonds kündigt Milliardensanierung an
Weitere Informationen zum Thema:
Magazin.Am-Finanzplatz.de, 30.11.2009
Versuch der Schadensbegrenzung: Milliardenspritze für Dubai erwartet / Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate verspricht Liquiditätshilfe


[...] Magazin.Am-Finanzplatz.de, 01.12.2009 Dubai-Krise: Kurseinbrüche an arabischen Börsen / Aktien von Immobilienfirmen, Telekommuni… [...]
Pingback von Brüderliche Hilfe am Golf: Dubai erhält Milliarden von Abu Dhabi - Magazin.am-finanzplatz.de - Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland — 14. Dezember 2009 @ 16:17