12. September 2011

Bei Werbung für Smartphones muss deutlich auf Kosten des abzuschließenden Vertrages hingewiesen werden

verbraucherzentrale Hamburg klagte gegen Telekom Shop wegen unleserlicher Angaben

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 12.09.2011] Die Telekom Shop Vertriebsgesellschaft, eine Tochter der Deutschen Telekom, darf nicht für Smartphones mit einem Preis werben, ohne zugleich deutlich auf die Kosten eines zusätzlich abzuschließenden Vertrages hinzuweisen:
Das entschied das Landgericht Bonn nach Klage der verbraucherzentrale Hamburg (vzhh). Diese hatte das Angebot eines Smartphones einer bekannten Marke für 49,95 Euro bemängelt, denn im Kleingedruckten versteckte sich die Preisangabe für einen Netzkarten-Vertrag, der beim Kauf abgeschlossen werden musste. Das Kleingedruckte sei nach Ansicht der vzhh jedoch so klein, dass die Zusatzkosten nicht einmal mit einer Lupe zu entziffern sei – zudem in dunkler Schrift auf dunklem Hintergrund in einer großen deutschen Tageszeitung gedruckt.
Die vzhh hatte den Telekom Shop zunächst abgemahnt und verlangt, künftig die Preise deutlicher anzugeben. Der sei jedoch zunächst uneinsichtig geblieben, so dass Klage beim Landgericht Bonn erhoben wurde. Doch dann habe man eingelenkt und den Klaganspruch anerkannt.
Preisverschleierung würden sie nicht dulden, sagt Edda Castelló von der vzhh – nach der Preisangabenverordnung müssten Unternehmen gegenüber Verbrauchern den Endpreis des von ihnen vertriebenen Produktes und die damit verbundenen Kosten deutlich kennzeichnen.

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