1. Februar 2010

BdSt muss Schuldenuhr stellen: 4.481 Euro pro Sekunde als neue Staatsschulden

Bund der Steuerzahler kritisiert 2.003 Euro Zinslasten pro Sekunde zu Lasten kommender Generationen

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 01.02.2010] Die Schulden des Bundes, der Länder und Kommunen werden in diesem Jahr nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) um 4.481 Euro pro Sekunde steigen – damit wachse die deutsche Staatsverschuldung so stark wie nie zuvor, so der BdSt:
Im Bundeshaushalt könnten allerdings jährlich Milliarden Euro eingespart werden, meint BdSt-Präsident Dr. Karl Heinz Däke. Die beispielhafte Einsparliste des BdSt im Umfang von 24 Milliarden Euro liege der Politik vor und sei auch online verfügbar.
Neben Globalkürzungen über alle Ressorts in Höhe von fünf Prozent der Ausgaben existierten Einsparpotenziale insbesondere im Bereich der Subventionen, der Arbeitsmarktprogramme, der Regionalisierungsmittel, der Zuwendungen sowie der Personal- und Verwaltungskosten. Der BdSt fordert die Bundestagsabgeordneten auf, in den laufenden Beratungen zum Bundeshaushalt 2010 die Ausgaben endlich zu drosseln.
Nach dem derzeitigen Stand sei der Bund erneut der Schuldentreiber Nr. 1. Er plane in diesem Jahr neue Kredite im Umfang von 100,3 Milliarden Euro zu beschaffen. Allein für den Kernhaushalt solle die Nettokreditaufnahme 85,8 Milliarden Euro betragen. Zudem wolle sich der Bund für den Finanzmarktstabilisierungsfonds und den Investitionsfonds (Konjunkturpaket II) um weitere 14,5 Milliarden Euro verschulden.
Die deutschen Staatsschulden insgesamt würden im Laufe des Jahres 2010 um voraussichtlich 141,3 Milliarden Euro steigen – zum Jahresende werde der Schuldenberg dann an der 1,8-Billionen-Marke kratzen.
Das habe einen hohen Preis. Nach BdSt-Schätzungen würden die Zinslasten, die Bund, Länder und Kommunen – also letztlich die Steuerzahler – zu tragen hätten, 2010 rund 63,2 Milliarden Euro betragen. Das entspreche 2.003 Euro Zinsen pro Sekunde.
Die „Schuldenuhr“ und die „Zinsuhr“ sendeten ein klares Signal an die Politik. Sie müsse endlich die Staatsausgaben begrenzen, statt sie über Schulden von kommenden Steuerzahlergenerationen finanzieren zu lassen.

glitzerglitzer auf YouTube, 05.08.2007

schuldenuhr
Schuldenzuwachs: 539 EUR/s im August 2008

metalallovertheworld auf YouTube, 20.09.2009

Schuldenuhr in Berlin
Schuldenzuwachs: 4.439 EUR/s im Septemnber 2009

Weitere Informationen zum Thema:

BdSt, 31.01.2020
BdSt stellt Schuldenuhr um: Staatsschulden wachsen in 2010 um 4.481 Euro pro Sekunde / Schuldenberg kostet 2.003 Euro Zinsen pro Sekunde

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 17.01.2010
Düsseldorf seit 2007 schuldenfrei / Schuldenuhr soll ständige Mahnung an die Politiker der Stadt sein

Magazin.Am-Finanzplatz.de, 30. September 2009
US-Schuldenuhr zeigt derzeit auf 11,6 Billionen Dollar / 24 Billionen Dollar staatliche Garantien und Krediten für Banken und notleidende Unternehmen

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2 Comments »

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    Pingback by Höhere Sozialausgaben bei weniger Steuern: Deutsche Kommunen in der Abwärtsspirale - Magazin.am-finanzplatz.de - Nachrichten und Gedanken über den Finanzplatz Deutschland — 2. Februar 2010 @ 16:40

  2. […] […]

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