17. April 2013

Auftaktveranstaltung zum east forum Berlin am 17. und 18. April 2013

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Berlins wirtschaftliche Verknüpfung mit dem östlichen Europa dürfte stärker sein als vielen bewusst ist

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 17.04.2013] Berlins wirtschaftliche Verknüpfung mit dem östlichen Europa dürfte stärker sein als vielen bewusst ist – nach Angaben des Statistischen Bundesamts gehörten zu den zehn wichtigsten Exportmärkten für Berliner Produkte 2012 Russland (Rang 2 mit rund 813 Millionen Euro), Polen (Rang 6 mit rund 631 Millionen Euro) und Tschechien Rang 10 mit rund 449 Millionen Euro. Bei den ausländischen Inhabern bzw. Beteiligungen an Gewerbebetrieben liegen laut einer Studie der IHK Berlin die polnischen Unternehmen (7.368) auf Rang 1, bulgarische (3.306) auf Rang 3, rumänische (1.855) auf Rang 4, lettische (1.311) auf Rang 6 und russische (981) auf Rang 8.
Vor diesem Hintergrund kommt nun das erste „east forum Berlin“ am 17. und 18. April 2013 in der deutschen Hauptstadt zusammen, um den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft aus Ost und West zu unterstützen. Veranstaltet wird dieses neue Format von der UniCredit, dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Land Berlin. Das „east forum Berlin“ soll alljährlich eine neue Plattform für europäische Wirtschaftsdebatten bieten und den Weg zu einem gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraum aufzeigen. Die Veranstalter gehen in der ersten Auflage von 200 Teilnehmern aus mehr als 20 Ländern aus.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, spricht davon, dass die „Rolle Berlins als europäische Wirtschaftsdrehscheibe“ immer bedeutender werde. Berlins zunehmende Wirtschaftskraft, das spezifische Innovationspotenzial unserer Stadt, das aus der engen Kooperation von Wissenschaft und Forschung mit der Industrie resultiere, und nicht zuletzt die Lage an der ehemaligen Nahtstelle zwischen Ost und West prädestinierten Berlin als Ort des internationalen Austauschs, so der Regierende Bürgermeister. Die Idee, langfristig einen einheitlichen Wirtschaftsraum zu entwickeln, der von Portugal bis nach Sibirien reicht, sei faszinierend und eröffne auch für die Berliner Wirtschaft hochattraktive Zukunftsperspektiven.
Die Zeit sei gekommen, um unsere Aufmerksamkeit wieder auf die aufstrebenden Märkte in Osteuropa zu richten, damit man die großen Möglichkeiten der Region nicht aus dem Blick verliere, betont Giuseppe Vita, Vorsitzender des Verwaltungsrats der UniCredit.
Europa sei in den vergangenen 20 Jahren enger zusammengewachsen, doch die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes über die Ostgrenze der EU hinaus bleibe ein unerfülltes Versprechen, kritisiert Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft,- auf dem „east forum Berlin“ wolle man diese Idee nun wiederbeleben. Freie Entfaltungsmöglichkeiten für Menschen, für den Handel, für Kapital, Dienstleistungen und Investitionen seien die Schlüssel zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Europa.
Neben der geographischen Nähe habe Berlin historisch gewachsen enge Kontakte nach Mittel- und Osteuropa, viele in Berlin agierende internationale Unternehmen hätten hier einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in diesem Wirtschaftsraum, erläutert Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin. Zahlreiche junge Menschen kämen aus Mittel- und Osteuropa nach Berlin – für sie sei die deutsche Hauptstadt längst der wichtigste Ost-West-Standort mit einem hochentwickelten universitären und unternehmerischen Umfeld, um beispielsweise IT-Produkte zu entwickeln und Unternehmen zu gründen. Das „east forum Berlin“ sei deshalb laut Yzer eine ausgezeichnete Chance, dieses Netzwerk zu entwickeln und erfolgreich auszubauen.

„east forum Berlin“ – die Auftaktveranstaltung 2013

Das „east forum Berlin“ wird am Abend des 17. April 2013 im Deutschen Technikmuseum von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet. Hierzu werden rund 250 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik im deutschen Technikmuseum erwartet, darunter Regierungsmitglieder aus Belarus, Kirgistan, Kosovo, Lettland, Mazedonien, Moldau, Russland, Serbien und der Ukraine sowie Vertreter der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftskommission. Ein Dutzend Botschaften präsentieren sich mit eigenen Ständen, mehr als 25 Botschafter stehen für Gespräche zur Verfügung. Am Vormittag des 18. April 2013 treffen sich dann ausgewählte Unternehmer und Politiker zu zwei Panel-Diskussionen im Plenum der AXICA unweit des Brandenburger Tors. Den Vorsitz zweier Paneldiskussionen zum Thema Freihandel in Europa und zu den Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise übernehmen der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel. Der Abschluss des „east forum Berlin“ ist am Mittag des 18. April 2013 ein exklusives Luncheon im Berliner China-Club.
Anlässlich des ersten „east forum Berlin“ führen zwei Exkursionen die Teilnehmer zu Gesprächen und Besichtigungen nach Adlershof zur WISTA, einem der erfolgreichsten Hochtechnologieprojekte Deutschlands mit über 900 Firmen in modernen Technologie und Gründerzentren, elf außeruniversitären Forschungsinstituten, dem naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität und Berlins größtem Medienstandort. Das Internationale Gründerzentrum OWZ der WISTA unterstützt die Gründung und Ansiedlung international agierender Unternehmen insbesondere aus Mittel- und Osteuropa, die von Berlin aus ihre Kooperationsaktivitäten realisieren wollen.

Weitere Informationen zum Thema:

east forum Berlin
Opportunities for an economic area from Lisbon to Vladivostok

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