22. Dezember 2011

Artenvielfalt aktiv fördern: Anerkannte aktive Rolle der mineralischen Rohstoffindustrie

Veranstaltung am 14. Dezember 2011 in Berlin im Rahmen der „Europäischen Business & Biodiversity Kampagne“ unterstrich Kooperationswillen mit Partnern des Naturschutzes

[Magazin.Am-Finanzplatz.de, 22.12.2011] Europaweit soll die biologische Vielfalt durch nationale Strategien gestärkt und verbessert werden. Die aktive Rolle von Betrieben der mineralischen Rohstoffindustrie bei der Umsetzung dieses Anliegens gemeinsam mit Partnern des Naturschutzes stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 14. Dezember 2011 in Berlin, die im Rahmen der „Europäischen Business & Biodiversity Kampagne“ stattfand.

Foto: Holger Petsch

Foto: Holger Petsch

Die Referenten der Veranstaltung „Artenvielfalt aktiv fördern“
(v.l.n.r.): Thomas Beißwenger (ISTE-Hauptgeschäftsführer), Joachim Marholdt (ZDF Umweltredaktion, Moderation), Ursula Heinen-Esser (Parl. Staatssekretärin BMU), Dr. Martin Kern (KBI GmbH & Co. KG), Udo Gattenlöhner (GNF-Geschäftsführer) und Dr. Julian Rode (UFZ).

Die eigentliche Überraschung liegt nach Erkenntnissen des Bundesverbands Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO) bereits 20 Jahre zurück – bei Untersuchungen der Artenvielfalt sei damals zu Tage gekommen, dass betriebene Gewinnungsstellen erstaunlicherweise höhere Werte erreichen können als die nicht auf gleiche Weise in Anspruch genommene Kulturlandschaft im Umfeld. Die Gewinnungsfläche gewissermaßen als „Inselbiotop“ sei ein neuer, in den Planspielen zum Thema Artenschutz eigentlich nicht vorgesehener Ansatz gewesen. Belastbare Belege, damals unter anderem von Dr. Ulrich Tränkle, AGLN Landschaftsplanung und Naturschutzmanagement, vorgestellt, hätten eine Wende im Denken eingeleitet. Vorsichtig näherten sich Vertreter von Naturschutzorganisationen und Gewinnungsunternehmen aus verschiedenen Richtungen dem Thema Artenschutz, nun unter völlig neuen Voraussetzungen.
Heute gilt es dagegen als normal, dass sich Unternehmer Beratung auch bei Naturschutzverbänden einholen, um den Gewinnungsfortschritt artenansiedlungsgerecht zu optimieren. Genauso normal sei es, dass der Naturschutz Betriebe um technische Unterstützung bittet. Immer häufiger würden gemeinsam Exkursionen, Veranstaltungen oder Tage der offenen Tür geplant und gestaltet – aus einer eingefahrenen Gegnerschaft hätten sich beispielhafte Kooperationen entwickelt.
Die in vielen Fällen intensive Zusammenarbeit zwischen Rohstoffgewinnung und Naturschutz mit dem Ziel, die Artenvielfalt auf den heute selten gewordenen Sonderstandorten in den Betriebsarealen zu fördern, habe sich laut MIRO erstaunlich produktiv entwickelt. Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, sei sie bereits zu einem Stück Normalität rund um die Gewinnung mineralischer Rohstoffe durch verantwortungsvoll agierende Betriebe geworden.

Weitere Informationen zum Thema:

MIRO Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V.
Allgemeine Information

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