Euro-Skepsis sei so groß wie noch nie
Die Skepsis der Investoren gegenüber dem Euro sei so groß wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Laut der US-Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beliefen sich die Netto-Verkaufspositionen auf 43.700 Kontrakte. In der Woche zuvor seien es noch 39.500 gewesen. Die Zahlen belegten, dass das Euro-Projekt seine größte Bewährungsprobe überhaupt zu bestehen habe, so Adarsh Sinha, Währungsstratege von Barclays Capital. Die Dollar-Angst, die das Jahr 2009 dominiert hätte, sei einer Euro-Angst gewichen, berichtete die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND in ihrer Online-Ausgabe am 08.02.2010:
Hohe Staatsdefizite Griechenlands, Portugals und Spaniens führten zu rasant steigenden Risikoaufschlägen bei den Anleihen und Kreditderivaten dieser Länder. Das wiederum werte der Devisenmarkt als gefährlich für die gesamte Euro-Zone, was den Wechselkurs belaste. Seit Mitte November 2009 habe der Euro zehn Prozent gegenüber dem US-Dollar abgewertet.
Aus Sicht der Investoren sei das jüngste Treffen der G7-Finanzminister in Kanada enttäuschend. Es gebe kein Communiqué. Außerdem sei Griechenland keine Hilfe durch die EU oder den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Aussicht gestellt worden.
Quelle: FTD.de, 08.02.2010
Originalartikel unter: Spannungen in der Währungsunion / Kapitalmarkt schreibt Euro ab
Weitere Informationen zum Thema:
Magazin.Am-Finanzplatz.de, 07.02.2010
Teufelskreis Staatsverschuldung: Nutzen einer Radikalkur fraglich / Probleme insbesondere in Spanien, Griechenland und Portugal könnten sich sogar verstärken
http://magazin.am-finanzplatz.de/aktuelles/teufelskreis-staatsverschuldung-nutzen-einer-radikalkur-fraglich-2123

