11. März 2010

Staatsverschuldung: Sechs Wege zum Ausbrechen aus dem Teufelskreis

Ständige Neuverschuldung kann immer teurer werden

An der Wortwahl erkenne man den Ernst der Lage – es sehe es aus, als hätte die Wirtschaft gerade den Dritten Weltkrieg durchgemacht, schrieben die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley in einer Studie. Dabei spielten sie nicht auf Griechenland an, das sich laut seinem Regierungschef Giorgos Papandreou gerade in einer „Kriegssituation“ befinde. Gemeint seien die USA, berichtete die Capital-Online-Ausgabe am 09.03.2010:
Nur einmal in der Geschichte der führenden Wirtschaftsmacht sei die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als heute gewesen – nach dem Zweiten Weltkrieg. (weiterlesen…)

Keine Atempause für deutsche Lebensversicherer

Ratingagentur „Fitch“ rechnet mit weiter sinkenden Überschussbeteiligungen

Fitch-Analyst Tim Ockenga male ein düsteres Bild – für 15 der 23 bewerteten Unternehmen vergebe seine Agentur einen negativen Ausblick, berichtete die wiwo.de am 10.03.2010:
Den deutschen Lebensversicherern bleibe „keine Atempause“, die Branche stehe vor “ernsten Herausforderungen”, so Ockenga. Zwar habe sich die Erholung am Kapitalmarkt zunächst positiv auf die Ergebnisse ausgewirkt, doch besonders die weiter niedrigen Zinsen seien ein Problem für die Branche – finanzschwache Versicherer mit einem schwachen Neugeschäft dürften schon bald gezwungen sein, die “Beteiligungen deutlicher abzusenken”.
Auch Maximilian Zimmerer, Vorstand der Allianz Lebensversicherung, rechne in nächster Zeit nicht mit steigenden Renditen (weiterlesen…)

10. März 2010

Kreditausfallversicherungen: Missbrauchspotenzial muss begegnet werden

Im Idealfall sichern die CDS das Risiko eines Unternehmens ab

Es sei Zeit, dass die Politik einschreite – über Credit Default Swaps (CDS) sei momentan vor allem Schlechtes zu hören, schrieb die FTD.de am 10.03.2010:
Die CDS seien die „Waffe kaltblütiger Spekulanten“. Sie trieben Griechenland an den Rand der Pleite – und sie ließen den Kurs des Euro abstürzen. Das alles stimme nur teilweise.
Die Idee hinter den CDS sei nicht schlecht. Im Idealfall sicherten die Derivate das Risiko eines Unternehmens ab, das Anleihen erworben habe, und entlasteten so (weiterlesen…)

9. März 2010

Krankenkassen: Zusatzbeiträge für Versicherte und Gehaltssteigerungen für Vorstände

Zuwächse bei Vorstandsbezügen und großzügige Pensionsregelungen

Top-Verdiener sei der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 09.03.2010:
Sein Grundgehalt sei 2009 um rund 25.000 Euro auf rund 271.000 Euro gestiegen, so die Bild unter Berufung auf Gehaltsveröffentlichungen. Bei der Barmer und der DAK bekämen die Vorstände je rund 4.000 Euro im Jahr dazu – DAK-Chef Herbert Rebscher habe rund 235.000 Euro, Barmer-Chefin Birgit Fischer rund 203.000 Euro verdient.
Besonders hohe Prämien erhielten dem Bericht zufolge die Vorstände der Allgemeinen Ortskrankenkassen. (weiterlesen…)

HSH Nordbank: Krise geht weiter

Abgelegt unter: Aktuelles, Banken & Versicherungen — Tags:, , , , , — dp @ 08:17

Jahresabschluss 2009 offenbar mit einem Verlust von einer Milliarde Euro

Die HSH Nordbank habe 2009 mit einem Verlust von einer Milliarde Euro abgeschlossen, so das Handelsblatt. Sie habe entsprechende Informationen aus Aufsichtsratskreisen bestätigt, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 08.03.2010:
Aufwendungen für erhaltene Garantien und Restrukturierungen (weiterlesen…)

8. März 2010

Daten-CD mit Namen deutscher Politiker und Behördenvertreter soll der Libertären Plattform zugespielt worden sein

Informationen zu Konten, Nebeneinkünften und Beteiligungen

Der Poststempel datiere vom 3. Februar 2010 – der Briefumschlag sei an ein Mitglied der „Libertären Plattform“ (LP) adressiert und habe eine CD mit der Aufschrift „Fin_Pol_Germany_2010“ enthalten, meldete die LP auf ihrer Website am 08.03.2010:
Auf dieser CD enthalten seien Daten, die namentlich genannten deutschen Politikern und Behördenmitarbeitern in- und ausländische Konten und Finanzinformationen zuordneten. (weiterlesen…)

Europäischer Währungsfonds: Finanzierung und Rechtsgrundlage ungeklärt

EWF-Einrichtung für Griechenland wohl zu spät

Die Europäer drückten beim Europäischen Währungsfonds (EWF) aufs Tempo. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn wolle seinen 26 Kollegen bereits am 9. März 2010 in Straßburg über die Pläne für eine solche Institution nach Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) berichten. Bis spätestens Ende Juni 2010 wolle der finnische Kommissar einen Vorschlag auf den Tisch legen. Es gehe darum, die Lehren aus der Rekordverschuldung Griechenlands zu ziehen.
Ein Europäischer Währungsfonds käme aber nicht nur für Griechenland zu spät. Auch Ökonomen hätten grundsätzliche Vorbehalte gegen das Instrument. (weiterlesen…)

Private-Equity-Branche: Katastrophenjahr 2009

Nur 2,36 Milliarden Euro in deutsche Beteiligungsfonds investiert

Für viele Unternehmen und manche Banken sei 2009 ein Krisenjahr – für die Private-Equity-Branche sei es ein Katastrophenjahr, berichtete SPIEGEL ONLINE am 08.03.2010:
Nur 2,36 Milliarden Euro seien in deutsche Beteiligungsfonds investiert worden; im Vorjahr seien es noch 9,12 Milliarden gewesen. Das gehe aus einer Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) für den deutschen Private-Equity-Markt hervor.
Damit habe die Finanzkrise die als „Heuschrecken“ verpönten Finanzinvestoren besonders hart getroffen. (weiterlesen…)

Griechenlands Notenbankchef setzt auf Rettung des Landes aus eigener Kraft

Distanz zu EU-Finanzhilfe und zum geplanten Europäischen Währungsfonds

Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou werbe bei Europas führenden Politikern um Unterstützung. Dabei gehe es ihm nicht um Geld, sondern um politische Hilfe, versichere er. Sollte sich die finanzielle Krise seines Landes verschärfen, könnten die Europäer aber einspringen. Das sei jedoch gar nicht notwendig, versichere nun der Notenbankchef Georgios Provopoulos. Sein Land werde sich auch ohne Hilfen aus dem Ausland wieder erholen, berichtete SPIEGEL ONLINE am 08.03.2010:
Die Regierung habe mit den nun vorgelegten Sparplänen bewiesen, dass sie zu „mutigen Schritten“ bereit sei, so Provopoulos zur Financial Times Deutschland. (weiterlesen…)

Deutsche Bank: Moody’s stuft Bonitätsnote um zwei Stufen herab

Sorgen durch mögliche stärkere Verschuldung und mehr Risiko

Moody’s stufe die Bonitätsnote der Deutschen Bank um zwei Stufen herab, meldete Capital in der Online-Ausgabe am 05.03.2010:
Die Agentur habe das Rating um zwei Noten auf „Aa3“ gesenkt – die viertbeste Note. Als Grund habe die Agentur die Risiken im Kapitalmarktgeschäft der Frankfurter und die sich schleppend vollziehende Übernahme der Postbank genannt.
Für Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann seien das keine guten Nachrichten. Das Frankfurter Geldhaus stehe vor ungewissen Zeiten.
Als Geldhaus mit großer Investmentsparte sei die Deutsche Bank besonders vom Kapitalmarkt abhängig. Sie gingen davon aus, dass es für die Deutsche Bank schwerer sei, ihre Ertragsziele zu erreichen, wenn der Wettbewerb im Kapitalmarkt wieder härter werde, habe „Moody’s“ mitgeteilt. Sie hätten die Sorge, dass die Deutsche Bank sich deshalb stärker verschulde und mehr Risiko eingehe – das wiederum wäre eine Bedrohung für die Gläubiger.

Quelle: Capital, 05.03.2010
Originalartikel unter: Bonitätsnote / Moody’s stuft Deutsche Bank herab

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