In Deutschland bleibt bisher nur „Bundeswertpapiere“ zu kaufen
Giorgos Papakonstantinou rufe seine Landsleute neuerdings zu Spenden auf, um auf diese Weise das ausufernde Staatsdefizit zu verringern. Dazu habe er bei der Zentralbank ein Spendenkonto einrichten lassen, genannt „Solidaritätskonto für die Rückzahlung der öffentlichen Schulden“. Seit einigen Tagen könnten die Bürger hierüber ihrem Staat Geld spenden, um ihn vor dem endgültigen Bankrott zu bewahren, schrieb Frank Stocker für die WELT ONLINE am 17.03.2010:
Das Geld könne per Überweisung oder aber auch in bar bei einer der Zweigstellen der griechischen Zentralbank eingezahlt werden. (weiterlesen…)
Die Hälfte wird für die Zinsen der Altschulden benötigt
„Droht uns das gleiche Schicksal wie den Pleite-Griechen?“ fragt die Bild.de am 16.03.2010 und führt aus, dass Deutschland mehr als fünfmal so viel Schulden habe, nämlich 1,69 Billionen Euro; die Griechen „nur“ 300 Milliarden Euro. Die nackten Zahlen aus Deutschland seien beängstigend:
Allein der Bund habe Schulden von rund einer Billion Euro. Zwischen 2009 und 2013 seien 310 Milliarden Euro neue Schulden eingeplant. (weiterlesen…)
US-Regierung muss 2012 1,8 Billionen Dollar für neue und fällig werdende Schulden finanzieren
Der US-Finanzbranche könnte ein „Tag der Abrechnung“ drohen – dieses Szenario entwerfe die New York Times, berichtete SPIEGEL ONLINE am 16.03.2010:
Demnach ständen insbesondere „Private-Equity“-Unternehmen, die sogenannten „Heuschrecken“, und Firmen mit schwacher Bonität vor einem massiven Schuldenproblem. (weiterlesen…)
PHOENIX-Reportage über die einst reichste Stadt Deutschlands
Einst habe Sindelfingen als reichste Stadt Deutschlands gegolten – Zebrastreifen aus Marmor, ein Glaspalast für die Sportler, ein auf Wachstum ausgerichtetes klotziges Rathaus. Das alles und noch viel mehr habe sich die Stadt leisten können, als noch die Millionen der Gewerbesteuer geflossen seien, schrieb PHOENIX in einer Programmankündigung im März 2010:
Sindelfingen hänge am Tropf seiner großen Autofirma – reich geworden durch Daimler, arm geworden durch Daimler. (weiterlesen…)
Deutsche EU-Diplomaten warnen laut Medienberichten vor Intervention der EU-Kommission
Die EU denke offenbar über Maßnahmen nach, um die Wettbewerbsvorteile der deutsche Wirtschaft einzuschränken, meldeten die MMnews am 15.03.2010:
Die Bild berufe sich auf einen „Frühwarnbericht“ der Vertretung Deutschlands bei der EU für den Bundestag. Danach bedrängten mehrere wirtschaftlich schwache EU-Staaten die EU-Kommission. Diese solle dafür sorgen, dass Deutschland seine Wirtschaftsreformen zurückdrehe, um ihnen bessere Exportmöglichkeiten (weiterlesen…)
Ökonomenstreit über inflationäre bzw. deflationäre Bedrohung hält an
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt/Main trage ein ernstes Vermächtnis mit sich herum – die Erinnerung an Jahre in Deutschland, in denen das Geld rapide seinen Wert verlor. An die Superinflation der 1920er-Jahre, als man Reichsmarkbündel bloß noch auf die Waage gelegt hätte, statt sie zu zählen. An die nationalen Traumata von 1923 und 1948, als sich unser Geld „in Luft“ aufgelöst hätte, schrieb die ZEIT ONLINE am 15.03.2010:
Die Bundesbank, jahrzehntelang die Wächterin über die D-Mark und heute die konservativste Stimme im Kreis der Euro-Aufseher, verstehe in diesem Punkt keinen Spaß. (weiterlesen…)
Allein der Bundesbank-Vorstand darf über Verwendung der Goldreserven entscheiden
Die Bundesbank habe angekündigt, sich gegen eine Verwendung ihrer Goldreserven für Rettungsaktionen zugunsten hoch verschuldeter Euro-Länder zu wehren, meldete die WELT ONLINE am 13.03.2010:
Das Bundesfinanzministerium erwäge laut FOCUS, die Goldbestände der Notenbanken aller Euro-Länder „buchhalterisch“ in einen Stabilisierungsfonds einzubringen.
Sollten sich diese Pläne bestätigen, würden sie „auf den entschiedenen Widerstand der Bundesbank stoßen“, so ein Sprecher der Bundesbank dazu der Welt am Sonntag. (weiterlesen…)
Rund 100 Jobcenter könnten in der zweiten Jahreshälfte 2010 finanziell nicht mehr handlungsfähig sein
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warne wegen drohender Sparmaßnahmen vor einer Verschärfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hätte für 900 Millionen Euro eine Etatsperre erlassen – damit stünden 2010 für das „Fördern und Aktivieren“ von Menschen ohne Arbeit statt der geplanten 2,8 Milliarden Euro nur knapp 1,5 Milliarden zur Verfügung, heißt es in einem BA-Papier, aus dem die Frankfurter Rundschau zitiert habe, meldete N24 am 12.03.2010:
Mit dem Abbau von Eingliederungs- und Weiterbildungs-Maßnahmen drohe nach BA-Einschätzung, dass die Zahl der Arbeitslosen und Hartz-IV-Bezieher weiter steige. (weiterlesen…)
Offenbar Nachdenken über Veräußerung der deutschen Filialen bzw. Zukäufe
Die schwedische Bank SEB wolle – so verlautete aus dem Umfeld des Unternehmens – in den nächsten Monaten über die Zukunft ihrer schwächelnden Deutschland-Tochter entscheiden. Am wahrscheinlichsten sei derzeit ein Verkauf des Privatkundengeschäfts mit seinen 174 Filialen. In Finanzkreisen werde ein Wert von unter einer Milliarde Euro genannt, berichtete n-tv.de am 12.03.2010:
Erste Interessenten gebe es bereits – so habe die Münchener HypoVereinsbank (HVB) ein Auge auf das Segment geworfen, um ihr eigenes Privatkundengeschäft zu stärken.
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Missbrauch von Repo-Geschäften
Der „Wirtschaftskrimi“ um Lehman Brothers gehe in eine neue Runde – einem umfassenden Prüfbericht zufolge sei die US-Investmentbank bereits Wochen vor ihrem Kollaps im September 2008 zahlungsunfähig gewesen. Doch das Wall-Street-Institut habe seine Probleme mit Bilanztricks kaschiert und so Anleger, Geschäftspartner und Aufsichtsbehörden in die Irre geführt, berichtete SPIEGEL ONLINE am 12.03.2010:
Zu diesem Ergebnis komme ein 2.200 Seiten starker Untersuchungsbericht. Er sei im Februar 2010 fertiggestellt und nun am 11. März 2010 vom zuständigen Insolvenzrichter für die Öffentlichkeit freigegeben worden.
Chef-Ermittler Anton Valukas schreibe in dem Papier, dass die Investmentbanker mit geschickten Buchungen einen Teil der Risiken aus den Büchern habe verschwinden lassen. „Lehman“ hätte den Großteil des eigenen Geldes in langfristige Anlagen gesteckt. (weiterlesen…)