19. März 2010

Drohende Pleite Griechenlands nährt Sorge vor neuer Panik an den Weltfinanzmärkten

„EU-Gipfel“ am 25. und 26. März 2010 soll konkrete Hilfszusagen beschließen

Der griechische Premier Giorgos Papandreou verlange, dass der „EU-Gipfel“ am 25. und 26. März 2010 konkrete Hilfszusagen beschließe. Auch die EU-Kommission sei dafür. Nach Lesart von Bundeskanzlerin Merkel stehe Griechenland aber noch nicht einmal auf der Tagesordnung, denn schließlich sei das Land ja noch gar nicht pleite, schrieb Thorsten Knuf für die FR-online.de am 19.03.2010:
Wenn alle ganz aufgeregt seien und einer stur bleibe, sei das in der Politik ein sicheres Zeichen dafür, dass es bald einen „Riesenkrach“ gebe – es gehe um viel Geld. (weiterlesen…)

Bundesversicherungsamt: Bislang von 13 Kassen Anträge auf Erhebung eines Zusatzbeitrages

Knapp 200.000 gesetzliche Versicherte sollen schon gewechselt haben

Wegen der Zusatzbeiträge hätten laut einem Zeitungsbericht bislang knapp 200.000 gesetzliche Versicherte ihre Krankenkasse gewechselt. Allein bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) seien laut Bild rund 40.000 Kündigungen eingegangen. Bei der Krankenkasse Deutsche BKK sollen rund 60.000 Mitglieder gekündigt haben, was einschließlich der mitversicherten Ehepartner und Kinder etwa 86.000 Versicherte weniger ausmache. Laut Informationen der Zeitung entspreche dies einem Mitgliederschwund von knapp zehn Prozent, meldete N24 am 19.03.2010:
Von der Wechselwelle profitiere vor allem die BKK FTE in Wolfsburg, die laut einem Sprecher einen Zulauf von bisher fast 44.000 neuen Mitgliedern verzeichne – dies bedeute ein Plus von fast 44 Prozent. (weiterlesen…)

Beratungsprotokolle zur Anlageberatung schützen vor allem Banken vor Verbraucherklagen

Zeitschrift „Finanztest“ kritisiert aktuelle Unterlagen

Die Zeitschrift Finanztest kritisiere, dass die aktuellen Unterlagen zur Erstellung von Beratungsprotokollen vor allem die Banken vor Verbraucherklagen schützten, berichtete FOCUS MONEY ONLINE am 19.03.2010:
In den Protokollen fänden sich lediglich allgemeine Aussagen, dass der Anleger über die Risiken des Produkts aufgeklärt worden sei, anstatt beispielsweise genau auf die Risiken der jeweiligen Geldanlage hinzuweisen.
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Vorbild Russell-Tribunal: Bankentribunal in Berlin

9. bis 11. April 2010 in der Volksbühne Berlin

Dieser Tage habe Angela Merkel eine Vorladung zu einem Gerichtstermin erhalten – als Angeklagte. „Wir rechnen mit Ihrem Erscheinen zum Verhandlungsbeginn am Samstag, 10. April“, heiße es in rauem Ton in dem Brief, der Merkel (CDU) erkläre, sie sei „als verantwortliche Regierungschefin“ angeklagt, eine der Schuldigen für die derzeitige Finanzkrise zu sein. Ein Tribunal in Berlin werde die „Rolle der Regierungen bei der sich abzeichnenden Verschärfung der Krise“ untersuchen, berichtete die FR-online.de am 18.03.2010:
Gestern sei nun die dazugehörige Anklageschrift gefolgt, die neben Merkel auch weitere große Namen nenne – u.a. Altkanzler Gerhard Schröder. (weiterlesen…)

18. März 2010

Krankenkassen: Bei ungünstigem Konjunkturverlauf Finanzlücke 2011 von bis zu 15 Milliarden Euro

2010 fehlen den Kassen ohne Berücksichtigung des Steuerzuschusses acht Milliarden Euro

Das Bundesversicherungsamt rechne laut Passauer Neue Presse für 2011 bei ungünstigem Konjunkturverlauf mit einer Finanzlücke von bis zu 15 Milliarden Euro. Bislang seien Experten von maximal 12 Milliarden Euro ausgegangen. Bei optimistischer Konjunkturannahme erwarte das Versicherungsamt demnach 6,4 Milliarden Euro Defizit. Im laufenden Jahr 2010 fehlten den Kassen ohne Berücksichtigung des Steuerzuschusses acht Milliarden, meldete FOCUS MONEY ONLINE am 18.03.2010:
Als erster Chef einer großen gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland habe sich derweil der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, hinter die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler für eine „Kopfpauschale“ gestellt (weiterlesen…)

Fehlgeschlagene Währungsreform: Leiter des Finanz- und Planungskomitees hingerichtet

Finanzchef der kommunistischen Partei in Nordkorea drakonisch bestraft

Der frühere Finanzchef der kommunistischen Partei in Nordkorea sei einem Medienbericht zufolge wegen der fehlgeschlagenen Währungsreform in dem Land hingerichtet worden, meldete SPIEGEL ONLINE am 18.03.2010:
Der abgeschottete kommunistische Staat hätte im November 2009 eine Währungsreform durchgeführt, um damit die Inflation und die aufkeimende Marktwirtschaft unter Kontrolle zu bringen. (weiterlesen…)

17. März 2010

Griechenland, Großbritannien und USA nehmen gerne Spenden in den Haushalt auf

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — dp @ 21:08

In Deutschland bleibt bisher nur „Bundeswertpapiere“ zu kaufen

Giorgos Papakonstantinou rufe seine Landsleute neuerdings zu Spenden auf, um auf diese Weise das ausufernde Staatsdefizit zu verringern. Dazu habe er bei der Zentralbank ein Spendenkonto einrichten lassen, genannt „Solidaritätskonto für die Rückzahlung der öffentlichen Schulden“. Seit einigen Tagen könnten die Bürger hierüber ihrem Staat Geld spenden, um ihn vor dem endgültigen Bankrott zu bewahren, schrieb Frank Stocker für die WELT ONLINE am 17.03.2010:
Das Geld könne per Überweisung oder aber auch in bar bei einer der Zweigstellen der griechischen Zentralbank eingezahlt werden. (weiterlesen…)

16. März 2010

Schulden-Aufnahme des Bundes 2010: Rund 80 Milliarden Euro

Abgelegt unter: Aktuelles, Politik & Gesellschaft — Tags:, , , , , — cp @ 23:34

Die Hälfte wird für die Zinsen der Altschulden benötigt

„Droht uns das gleiche Schicksal wie den Pleite-Griechen?“ fragt die Bild.de am 16.03.2010 und führt aus, dass Deutschland mehr als fünfmal so viel Schulden habe, nämlich 1,69 Billionen Euro; die Griechen „nur“ 300 Milliarden Euro. Die nackten Zahlen aus Deutschland seien beängstigend:
Allein der Bund habe Schulden von rund einer Billion Euro. Zwischen 2009 und 2013 seien 310 Milliarden Euro neue Schulden eingeplant. (weiterlesen…)

US-Finanzbranche droht eine Welle von Pleiten

US-Regierung muss 2012 1,8 Billionen Dollar für neue und fällig werdende Schulden finanzieren

Der US-Finanzbranche könnte ein „Tag der Abrechnung“ drohen – dieses Szenario entwerfe die New York Times, berichtete SPIEGEL ONLINE am 16.03.2010:
Demnach ständen insbesondere „Private-Equity“-Unternehmen, die sogenannten „Heuschrecken“, und Firmen mit schwacher Bonität vor einem massiven Schuldenproblem. (weiterlesen…)

Sindelfingen: Vom Zebrastreifen aus Marmor in die Roten Zahlen

PHOENIX-Reportage über die einst reichste Stadt Deutschlands

Einst habe Sindelfingen als reichste Stadt Deutschlands gegolten – Zebrastreifen aus Marmor, ein Glaspalast für die Sportler, ein auf Wachstum ausgerichtetes klotziges Rathaus. Das alles und noch viel mehr habe sich die Stadt leisten können, als noch die Millionen der Gewerbesteuer geflossen seien, schrieb PHOENIX in einer Programmankündigung im März 2010:
Sindelfingen hänge am Tropf seiner großen Autofirma – reich geworden durch Daimler, arm geworden durch Daimler. (weiterlesen…)

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