Geld mit geliehenem Geld verdienen
Auf den Devisenmärkten träten neue Akteure auf, die so genannten „Algo-Händler“. Darunter verstehe man den automatisch mit Algorithmen gesteuerten Handel mit Wertschriften oder Devisen. Nicht mehr Menschen, sondern Computer seien 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche aktiv, spürten jede noch so kleine Arbitrage-Gelegenheit auf und nutzten sie dann blitzschnell aus, berichtete Philipp Löpfe für die bazonline.ch am 01.09.2010:
So melde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, dass inzwischen täglich Devisen im Wert von 4.000 Milliarden US-Dollar gehandelt würden – innerhalb dreier Jahre eine Zunahme von 20 Prozent. (weiterlesen…)
Ergebnis einer Studie der Universität Mainz
Zahlungsunfähige Menschen seien weit öfter psychisch krank als der Rest der Bevölkerung, meldete N24 am 31.08.2010:
Zu diesem Ergebnis komme eine Studie der Universität Mainz mit fast 700 Befragten. Demnach hätten vier von zehn Schuldnern angegeben, derzeit psychisch krank zu sein. (weiterlesen…)
Gesetz soll Prüfung der US-Goldreserven ermöglichen
Der US-Abgeordnete Ron Paul zweifele an den Goldreserven in Fort Knox, meldete n-tv.de am 31.08.2010:
Paul wolle deshalb im September 2010 ein Gesetz ins Parlament einbringen, das eine Prüfung der US-Goldreserven ermöglichen solle. Er gelte als heftiger Kritiker der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed). (weiterlesen…)
Frage nach der Geldwertstabilität die „Gretchenfrage“ unserer Zeit.
Für die Besitzer von Sparbüchern, Sparbriefen, Tages- und Festgeldkonten sowie Lebensversicherte stehe viel auf dem Spiel. Für sie sei die Frage nach der Geldwertstabilität daher die Gretchenfrage unserer Zeit. Rückten die Notenbanker vom einstmaligen Primat der Inflationsbekämpfung ab, könnte das sehr teuer werden – denn nage die Inflation zehn Prozent des deutschen Geldvermögens weg, bedeute das einen Kaufkraftverlust von fast einer halben Billion Euro, schrieben D. Eckert und H. Zschäpitz für die WELT ONLINE am 30.08.2010:
Weitgehend ungeschützt vor Geldentwertung lagerten hierzulande 1,8 Billionen Euro auf Girokonten oder im Sparstrumpf. Weitere 1,3 Billionen Euro seien bei Versicherungen angelegt. (weiterlesen…)
Ökonomisierung erfasst immer weiterer Lebensbereiche – Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander
Seit längerem sei die „soziale“ Marktwirtschaft, dank tatkräftiger Unterstützung durch die deutsche Politik, offen für jeden Unsinn, den der „anglo-amerikanische Kasino-Kapitalismus“ ausbrüte, sowie ausgesprochen freiheitlich, wenn es um die Interessen der Finanzbranche gehe. Die Mittel, die der Staat zu ihrer Rettung aufbringe, dürften dann auch schon einmal jedes Maß sprengen, schrieb Mario Müller in der Kolumne „Die Umdeutung der Krise“ für die FR-online.de am 29.08.2010:
Von der nach Ausbruch der Finanzkrise gestellten „Systemfrage“ sei kaum noch die Rede, von tiefgreifenden Reformen allerdings auch nicht. Die Finanz-Lobby habe alle halbherzigen Versuche, sie schärfer an die Kandare zu nehmen, erfolgreich abgewehrt – an den Märkten werde weiter „gezockt“. (weiterlesen…)
Auch Kleinanleger haben Trend erkannt und schichten Milliarden in den Markt für Agrarrohstoffe um
In Pakistan schlügen sich die Menschen um eine Schale Reis. In Russland versuchten sie, die die Ernte vernichtenden Feuer zu löschen. Und die großen Konzerne balgten sich derweil um die Vorherrschaft auf dem Agrarmarkt, schrieben F. Stocker und H. Zschäpitz für die WELT ONLINE am 29.08.2010:
Die derzeitige Übernahmeschlacht um den kanadischen Düngemittelhersteller „Potash Corp“ sei dabei ein schlagender Beweis. Der britisch-australische Bergbaukonzern „BHP Billiton“ wolle den größten Düngemittelproduzenten der Welt übernehmen, aber insbesondere chinesische Firmen feilten bereits an einem Gegenangebot. Die wirklich großen Gewinne winkten in diesem lange vergessenen Markt – der Landwirtschaft. Hier sähen Experten in den kommenden Jahren stetig steigende Preise. (weiterlesen…)
Strategische Aufkäufe weltweit mit Dollar-Milliarden
Chinas Wirtschaft kaufe sich im Ausland, was sie brauche um erfolgreich zu sein. Mindestens 266 Milliarden US-Dollar habe die Volksrepublik in den vergangenen fünf Jahren dafür ausgegeben, so eine Statistik der Heritage Foundation. Denn nur wenn die Firmen der Volksrepublik wertvollere Produkte herstellten oder starke Marken entwickelten, gelangten sie auf der Wertschöpfungskette nach oben, schrieb Jan Guldner für die WELT ONLINE am 29.08.2010:
Aus Sicht Pekings sei das unabdingbar, denn mit Billigprodukten lasse sich langfristig kein Wohlstand schaffen. (weiterlesen…)
Hybridkapital und stille Einlagen werden künftig vielfach nicht mehr als „hartes Kernkapital“ gelten
Die geplanten neuen Eigenkapitalregeln – Basel III – brächten den deutschen Landesbanken offenbar große Probleme, meldete die moz.de am 28.08.2010:
Fast ein Drittel ihres Kernkapitals, insgesamt 17,3 Milliarden Euro, habe laut DER SPIEGEL Ende 2009 aus sogenanntem Hybridkapital und aus stillen Einlagen bestanden – beides solle in Zukunft vielfach nicht mehr als „hartes Kernkapital“ gelten. (weiterlesen…)
Auswirkungen auf Zinsen und Geldversorgung der Wirtschaft im Fokus
Die deutsche Wirtschaft wachse so schnell wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr – doch die Aktienkurse seien „im Keller“. Der Dax liege beharrlich unter der Marke von 6.000 Punkten; ein Ende der Baisse sei nicht abzusehen. Des Rätsels Lösung liege in den Vereinigten Staaten, berichtete Nikolaus Piper für die sueddeutsche.de am 27.08.2010:
Der Aufschwung dort sei schwächer als erwartet, die Arbeitslosigkeit bleibe hoch und die Sorge vor einer neuen Rezession wachse. (weiterlesen…)
Erfolge bei der Jobsuche jedoch relativ bescheiden
Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung hätten Empfänger von Hartz-IV-Leistungen eine hohe Arbeitsmotivation. Sie würden der Arbeit einen höheren Stellenwert beimessen und seien eher als andere Jobsuchende bereit, Zugeständnisse beim Lohn oder den Arbeitsbedingungen zu machen. Das zeige eine Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), berichtete Roland Bunzenthal für die FR-online.de am 26.08.2010:
Dennoch seien die Erfolge bei der Jobsuche relativ bescheiden, stellen die Forscher fest – nur etwas mehr als ein Viertel der Suchenden war im Monat vor der Befragung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen gewesen. (weiterlesen…)